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Übersaxen-Satteins: Ein neues Juwel im europaweiten Netzwerk der Schutzgebiete

Seltene Pflanzen- und Tierarten, aber auch Wiesentypen von europaweiter Bedeutung sind wesentliche Bestandteile der traditionellen Kulturlandschaft an der Gemeindegrenze von Satteins zu Übersaxen. Reich an Naturschätzen ist die gut strukturierte Landschaft, die seit jeher durch die landwirtschaftliche Nutzung geprägt war und aus der eine große Artenvielfalt hervorgegangen ist. Hecken, Feldgehölze, Waldflächen, Heubargen, Bäche und ein Mosaik aus feuchten und trockenen Wiesen mit einem atemberaubenden Blütenreichtum wechseln sich hier auf kleinstem Raum ab und geben der Sonnenterrasse über Rheintal und Walgau ihren Charakter. Hier finden die ansprechende Sumpf-Gladiole und seltene Schmetterlingsarten wie Goldener Scheckenfalter und Heller Wiesenknopf-Ameisenbläuling ihren Lebensraum in den Riedwiesen und Trockenrasen des Gebietes. Diese Arten und Lebensräume werden als „Schutzgüter“ bezeichnet, deren Erhaltung Ziel der Ausweisung als Europaschutzgebiet ist. Im Jahr 2015 wurde Übersaxen-Satteins als Natura 2000-Gebiet auf Grundlage der Fauna-Flora-Habitat-Richtlinie (kurz FFH-Richtlinie) ausgewiesen.

 

Fakten

 

Fläche: 39 ha

Höhe: 930 bis 1.200 m. ü. A.

Lage: In den Gemeinden Übersaxen und Satteins streckt sich das Natura 2000-Gebiet von Kaltenbrunnen über Weiher bis zum Gröllerkopf an den Süd und Südwest-Abhängen des Walserkamms.

Schutzgüter gemäß der FFH-Richtlinie:

  • Kalk-Trockenrasen
  • Montane Borstgrasrasen
  • Pfeifengraswiesen
  • Berg-Mähwiesen
  • Kalktuffquellen
  • Kalkreiche Niedermoore
  • Sumpfgladiole & Glanzstendel
  • Goldener Scheckenfalter
  • Heller Wiesenknopf-Ameisenbläuling
  • Vierzähnige Windelschnecke

 

Natura 2000 in Vorarlberg

Übersaxen-Satteins ist eines der aktuell 39 Schutzgebiete, die dem europäischen Netzwerk „Natura 2000“ zugeordnet werden. Auch als Europaschutzgebiete bezeichnet, werden sie für den Schutz und den Erhalt von seltenen und gefährdeten Tier- und Pflanzenarten sowie deren Lebensräume ausgewiesen. Die Vorarlberger Europaschutzgebiete erstrecken sich über eine Gesamtfläche von 24.140 ha vom Ufer des Bodensees bis in die alpinen Hochlagen des Verwalls. Für die Betreuung der Vorarlberger Europaschutzgebiete wurde mit Mai 2017 eine neue Organisationsstruktur mit fünf Natura 2000-Regionen geschaffen. Jede dieser Regionen wird von einer Regionsmanagerin oder einem Regionsmanager betreut, die/der in engem fachlichen Austausch mit der Abteilung Umwelt- und Klimaschutz im Amt der Vorarlberger Landesregierung stehen. Damit wurde ein landesweit einheitliches und zentral koordiniertes Management eingeführt. Zuständig für das Gebiet Übersaxen-Satteins und die Region Walgau – Großes Walsertal – Arlberg ist Regionsmanagerin DI Romana Steinparzer (Kontakt siehe unten). Die Regionsmanagerin ist die erste Ansprechpartnerin für Natura 2000 und fungiert als Anlaufstelle für die Information und Beratung von Grundeigentümern, Nutzungsberechtigten sowie Gebietsbesuchenden und erfüllt eine Mittlerfunktion zu den zuständigen Behörden. Das Aufgabenspektrum des spannt sich von der Planung und Begleitung von Pflege- und Erhaltungsmaßnahmen über die Umsetzung von Projekten und dem Initiieren von Forschungsprojekten bis hin zur Dokumentation der Entwicklungen im Gebiet und einer begleitenden Öffentlichkeitsarbeit.  

     

    Kontakt für Natura 2000-Anliegen

     

    DI Romana Steinparzer

    Regionsmanagerin Europaschutzgebiete

    Walgau – Großes Walsertal – Arlberg

     

    Büro:   05572 23235-4716

    Mobil: 0676 833 06 4716

    Email:   romana.steinparzer@naturvielfalt.at